Kurz erklärt
Gefahren werden zuerst vermieden oder technisch und organisatorisch reduziert. Persönliche Schutzausrüstung ergänzt diese Maßnahmen gegen verbleibende Risiken.
Schutzbrille, Gehörschutz, Schuhe, Kleidung und Handschutz passend zur Gefährdung auswählen.
Schutz beim Fügen – Schweißhelm, Schweißerkleidung, Gesichtsschutz beim Trennschleifen: Schweißen, Löten & Trennen sicher →
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Gefahren werden zuerst vermieden oder technisch und organisatorisch reduziert. Persönliche Schutzausrüstung ergänzt diese Maßnahmen gegen verbleibende Risiken.
STOP steht für Substitution, technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen. Die Reihenfolge hilft, wirksame Schutzmaßnahmen zu priorisieren.
Fliegende Späne, Splitter, Flüssigkeiten und Strahlung können Augen und Gesicht verletzen. Der Schutz muss zur konkreten Gefahr passen.
Je nach Gefährdung sind Schutzbrille, Überbrille oder Gesichtsschutz notwendig. Sichtfeld, Passform, Kombination mit anderer PSA und Zustand regelmäßig kontrollieren.
Lärm kann das Gehör schädigen und Warnsignale überdecken. Gehörschutz muss zur Belastung und zur Arbeitsumgebung passen.
Technische Lärmminderung hat Vorrang. Bei der Auswahl werden Dämmung, Tragezeit, Kommunikation und Wahrnehmbarkeit von Warnsignalen berücksichtigt.
Schuhe und Kleidung müssen zur Tätigkeit passen. Sie schützen beispielsweise gegen fallende Teile, scharfe Späne oder Funken und dürfen keine Einzugsgefahr erzeugen.
Schutzkategorie (z. B. S1, S2, S3) und Eigenschaften richten sich nach der Evaluierung. Kleidung sauber, geschlossen und enganliegend tragen; lange Haare unter Mütze oder Haarnetz stecken.
Handschuhe schützen nur gegen die Gefahren, für die sie ausgewählt wurden. Bei Einzugsgefahr durch bewegte oder rotierende Teile können sie selbst zur Gefahr werden.
Unter dem Piktogramm nach EN 388 stehen Kennwerte für mechanische Risiken: Abrieb, Schnitt (Coup-Test), Weiterreißen, Durchstich, dazu ein Buchstabe A–F für den Schnitt nach TDM-Test. Für Schnittschutz zählen die 2. Stelle und der Buchstabe; „X“ heißt nicht geprüft bzw. nicht anwendbar. Eine höhere Stufe steht jeweils für eine höhere geprüfte Beständigkeit in diesem einen Test.
Lesebeispiel: „4X43C“: Abrieb Stufe 4, Schnitt nach Coup-Test nicht geprüft (X), Weiterreißen Stufe 4, Durchstich Stufe 3, Schnitt nach TDM-Test Stufe C. Die genaue Bedeutung jeder Stufe und die zugehörigen Prüfverfahren stehen in der Norm sowie in der Herstellerangabe des jeweiligen Handschuhs.
Material, Größe, Schutzwirkung, Chemikalienbeständigkeit und Tastgefühl werden bewertet. Beschädigte oder verunreinigte Handschuhe werden nach Vorgabe gewechselt.