Fortgeschritten · zwei Pläne, eine Anlage
Elektropneumatik.
Strom steuert, Druckluft arbeitet.
In Maschinen arbeiten beide Welten zusammen: Ein Stromkreis mit 24 V entscheidet, die Druckluft liefert die Kraft. Hier siehst du beide Pläne nebeneinander – drück Start und verfolge, wie das Signal vom Taster über das Relais zur Magnetspule und weiter zum Zylinder läuft.
So hängen die Pläne zusammen
- Magnetspule -Y1: Im Stromlaufplan ist sie ein Verbraucher wie eine Relaisspule. Im Pneumatikplan sitzt sie als Betätigung (Rechteck mit Schrägstrich) am Wegeventil. Gleiche Kennzeichnung = dasselbe Bauteil.
- Endschalter -B2: Er sitzt mechanisch vorn am Zylinder (im Pneumatikplan als Marke an der Kolbenstange), elektrisch aber im Stromlaufplan. Hier ist er ein Öffner mit Rolle.
- Federrückstellung: Wird -Y1 stromlos, schaltet die Feder das Ventil zurück. Ohne Selbsthaltung fährt der Zylinder deshalb nur so lange aus, wie jemand drückt.
- Kennzeichnung: In vielen Lehrunterlagen heißen Magnetspulen Y bzw. 1Y1 und Sensoren B bzw. 1B1. Nach IEC 81346-2 lauten die Codes zum Beispiel -MB1 (Magnetspule), -BG1 (Endschalter) und -KF1 (Relais). Entscheidend ist die Legende des Plans.
- Sicherheit: Vor Arbeiten an der Anlage Druckluft absperren und entlüften, Steuerspannung abschalten, beides gegen Wiedereinschalten sichern und am Manometer prüfen, ob die Anlage drucklos ist. Achtung: Wird nur die Spannung abgeschaltet, schaltet die Feder ein Ventil wie -Y1 zurück – in diesem Plan fährt der Zylinder dann sofort ein. Wie sich eine echte Anlage bewegt, hängt von Ventil, Schaltung und Restdruck ab. Auch hinter gesperrten Ventilen oder Rückschlagventilen kann noch Druck eingeschlossen sein.
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