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Verfahren
Metallbearbeitung & CNC.

Bohrungen, Gewinde und typische Zerspanung. Wähle oben ein Thema oder lies die Inhalte der Reihe nach.

05 Bohren

Kurz erklärt

Beim Bohren erzeugt ein rotierendes Werkzeug eine zylindrische Bohrung.

Wofür brauche ich das?Für Durchgangs-, Kernloch-, Pass- oder Befestigungsbohrungen.
PraxisbeispielVor einem Innengewinde wird das passende Kernloch gebohrt.
Typischer FehlerWerkstück nicht sicher zu spannen oder Späne mit der Hand zu entfernen.

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Durchmesser, Werkstoff, Bohrtiefe, Rundlauf, Spanabfuhr und Kühlschmierung bestimmen Werkzeug und Schnittwerte.

Mini-Beispiel
Bei tiefen Bohrungen muss die Spanabfuhr besonders beachtet werden; geeignete Bohrzyklen können helfen.

06 Senken

Kurz erklärt

Senken erweitert den Bohrungsrand kegelig oder zylindrisch.

Wofür brauche ich das?Zum Entgraten oder für den Sitz eines Schraubenkopfs.
PraxisbeispielEine Kegelsenkung lässt eine Senkschraube bündig sitzen.
Typischer FehlerFalschen Senkwinkel zu wählen oder durch Rattern eine ungleichmäßige Fläche zu erzeugen.

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Kegelsenken, Plansenken und Flachsenken erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Winkel und Durchmesser müssen zur Zeichnung passen.

Mini-Beispiel
Nicht jede Fase ist ein Schraubensitz; Zeichnung und Schraubenkopf entscheiden.

07 Reiben

Kurz erklärt

Reiben ist die Feinbearbeitung einer vorgebohrten Bohrung mit kleiner Spanabnahme.

Wofür brauche ich das?Für genaue Durchmesser und gute Oberflächen, etwa bei Passbohrungen.
PraxisbeispielEine Bohrung wird mit Aufmaß vorgebohrt und anschließend auf Endmaß gerieben.
Typischer FehlerZu wenig oder zu viel Aufmaß, falsche Fluchtung oder Rückwärtsdrehen im Eingriff.

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Reiben korrigiert eine stark verlaufene Bohrung nur begrenzt. Vorbearbeitung und Rundlauf bleiben wichtig.

Fachbegriff
Aufmaß: Materialmenge, die für die folgende Feinbearbeitung stehen bleibt.

08 Gewinde

Kurz erklärt

Ein Gewinde ist eine schraubenförmige Profilstruktur innen oder außen.

Wofür brauche ich das?Für lösbare Verbindungen oder Bewegungsübertragung.
PraxisbeispielFür ein Innengewinde wird passend gekernbohrt, angefast und geschnitten.
Typischer FehlerFalsches Kernloch, falsche Steigung oder schiefes Ansetzen.

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Nenndurchmesser und Steigung kennzeichnen metrische Gewinde, etwa M10 × 1,5. Gewinde können geschnitten, geformt, gedreht oder gefräst werden.

Mini-Beispiel
Die Kernlochgröße wird nicht geraten, sondern aus Tabelle und Werkzeugangabe übernommen.

09 Drehen

Kurz erklärt

Beim Drehen rotiert meist das Werkstück; das Werkzeug führt die Vorschubbewegung aus.

Wofür brauche ich das?Für rotationssymmetrische Teile wie Wellen, Buchsen und Bolzen.
PraxisbeispielEine Welle wird geplant, außen gedreht und abgestochen.
Typischer FehlerZu großer Überhang oder falsche Schneidenlage führt zu Schwingungen.

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Wichtige Bewegungen sind Schnittbewegung durch Rotation und Vorschubbewegung des Werkzeugs.

Fachbegriff
Rotationssymmetrisch: Form, die sich um ihre Drehachse wiederholt.

10 Plandrehen

Kurz erklärt

Plandrehen bearbeitet die Stirnfläche eines rotierenden Werkstücks.

Wofür brauche ich das?Für eine ebene Bezugsfläche und ein genaues Längenmaß.
PraxisbeispielDie Rohteilstirn wird vor der Längenbearbeitung sauber geplant.
Typischer FehlerWerkzeug nicht auf Spitzenhöhe oder ungeeignete Bewegung über die Mitte.

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Beim Weg zur Mitte sinkt der wirksame Durchmesser und damit bei konstanter Drehzahl die Schnittgeschwindigkeit.

Mini-Beispiel
Die geplante Stirnfläche kann als Bezug für spätere Z-Maße dienen.

11 Außendrehen

Kurz erklärt

Außendrehen bearbeitet den Außendurchmesser oder die Außenkontur.

Wofür brauche ich das?Für Wellen, Absätze, Kegel und Außenprofile.
PraxisbeispielEin Rohdurchmesser wird auf 20 mm vorgedreht und geschlichtet.
Typischer FehlerDurchmesser- und Radiusprogrammierung der X-Achse zu verwechseln.

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Viele Drehsteuerungen zeigen X als Durchmesserwert, aber nicht alle. Maschinenkonvention prüfen.

Mini-Beispiel
Bei Durchmesserprogrammierung verändert X20 auf X18 den Durchmesser um 2 mm, den Radius aber um 1 mm.

12 Innendrehen

Kurz erklärt

Innendrehen vergrößert oder formt eine vorhandene Bohrung von innen.

Wofür brauche ich das?Für genaue Innenmaße, Absätze und Innenkonturen.
PraxisbeispielEine vorgebohrte Bohrung wird auf Passmaß ausgedreht.
Typischer FehlerBohrstange mit zu großem Überhang oder zu wenig Freiraum einzusetzen.

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Innenbearbeitung ist schwingungsempfindlich. Bohrstange möglichst kurz und passend zum Bohrungsdurchmesser spannen.

Mini-Beispiel
Vor dem Start Freigang bis zur tiefsten Z-Position prüfen.

13 Abstechen

Kurz erklärt

Beim Abstechen fährt ein schmales Werkzeug radial ein und trennt das Teil ab.

Wofür brauche ich das?Zum Trennen eines Fertigteils vom Stangenmaterial.
PraxisbeispielNach der Konturbearbeitung wird das Teil nahe am Spannfutter abgestochen.
Typischer FehlerWerkzeug schief, zu weit ausgespannt oder ohne passende Spanabfuhr.

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Steifigkeit, Spitzenhöhe, Kühlung und kontrollierter Vorschub sind entscheidend. Nie das fallende Teil mit der Hand fangen.

Fachbegriff
Überhang: freie Länge von Werkzeug oder Werkstück außerhalb der Spannung.

14 Fräsen

Kurz erklärt

Beim Fräsen rotiert das mehrschneidige Werkzeug; Werkstück und Werkzeug bewegen sich relativ zueinander.

Wofür brauche ich das?Für Flächen, Taschen, Nuten, Konturen und komplexe Formen.
PraxisbeispielEine rechteckige Tasche wird geschruppt und anschließend an Wand und Boden geschlichtet.
Typischer FehlerWerkzeugdurchmesser, Zustellung oder Freiraum nicht zu berücksichtigen.

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Zähnezahl, Eingriffsbreite, Zustelltiefe, Vorschub pro Zahn und Schnittgeschwindigkeit wirken zusammen.

Mini-Beispiel
Ein 10-mm-Fräser kann ohne Zusatzstrategie keine scharfkantige Innenecke mit Radius 0 herstellen.

15 Schruppen

Kurz erklärt

Schruppen entfernt möglichst wirtschaftlich viel Material und lässt Aufmaß für die Feinbearbeitung.

Wofür brauche ich das?Um schnell nahe an die Endkontur zu kommen.
PraxisbeispielEine Tasche wird mit mehreren Zustellungen vorbearbeitet.
Typischer FehlerKein gleichmäßiges Schlichtaufmaß stehen zu lassen.

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Stabile Spannung, leistungsfähiges Werkzeug und sichere Spanabfuhr sind wichtiger als eine schöne Oberfläche.

Fachbegriff
Schlichtaufmaß: bewusst stehen gelassenes Material für den letzten Bearbeitungsgang.

16 Schlichten

Kurz erklärt

Schlichten bringt Maß, Form und Oberfläche auf die geforderte Qualität.

Wofür brauche ich das?Für Endmaß, Passung und definierte Oberfläche.
PraxisbeispielNach dem Messen wird die Werkzeugkorrektur angepasst und der letzte Schnitt gefahren.
Typischer FehlerZu wenig Aufmaß, verschlissenes Werkzeug oder instabile Spannung.

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Ein gleichmäßiges Aufmaß und eine ruhige Schneide helfen, wiederholbare Ergebnisse zu erzielen.

Mini-Beispiel
Vor dem Schlichtgang Späne entfernen und Schneide prüfen, ohne in den Gefahrenbereich zu greifen.